Montag, 14. August 2017

12.8., 7. und letzter Wertungstag

Wie schon vermutet, hatte ich am Samstag keine Zeit etwas in den Blog zu schreiben, deswegen hier ein Nachtrag.
Leider klappt das mit dem Schreiben immer dann nicht so gut, wenns grade am spannendsten ist, aber in erster Linie bin ich auf so Wettbewerben ja zum fliegen und nicht als "Reporter", ich hoffe Ihr versteht das 😉

Samstag morgen sah das Wetter nicht wirklich danach aus, das wir noch in die Luft kommen wĂŒrden. Die Wettbewerbsleitung hatte das Feld ja schon gesplittet, d.h. nur die ersten 50% der Rangliste durften nochmal fliegen. Schon dabei hatte ich mehr GlĂŒck als Verstand, den 50% von 45 ist nicht wirklich 23 (meine Platzierung bis dahin) 😉 Die Wolkenuntergrenze war am Vormittag zuerst nur bei 400m (wir brauchen min. 850m) und es schien nicht so als ob sie weit genung ansteigen wĂŒrde. Auch der Wind war recht flott von der Seite, aber noch in den Limits. Vladimir (der Wettbewerbsleiter) war davon unbeeindruckt und liess immer wieder die Untergrenze messen. Um 14 Uhr schickte er Mamistov als warm-up in die Luft, der berichtete dass es noch einzelne tiefe Wolkenfetzen gibt, die eigentliche Basis aber bei gut 800m liegt.

Als Kotelnikov mit Startnr. 1 in die Luft ging warteten wir gespannt was passiert. Und wie vermutet, fand er eine tiefe Wolke und landete wieder (das berĂŒhmte Pokerspiel... die Russen lagen in FĂŒhrung und versuchten wohl soviel Zeit zu schinden, dass der Durchgang nicht mehr komplett geflogen werden kann und damit nicht zĂ€hlt...) Vladimir meinte nur "no problem, we can fly until sunset, you will have to wait with your party..."

15min spĂ€ter startete Kotelnikov wieder und flog das Programm. Weil einige Figuren doch sehr höhenfressend waren, nahmen sogut wie alle Piloten die eine, freie Unterbrechung in Kauf um etwas zu steigen und sich neu zu positionieren, was natĂŒrlich weiter Zeit kostet. Trotzdem kamen wir einigermassen voran und Kathi musste los. Ihr Flug war bis auf ein, zwei Kleinigkeiten sehr solide und wir fanden nicht viel was man daran hĂ€tte aussetzen können. Kurze Zeit spĂ€ter war dann ich dran. GefĂŒhlt war mein Flug ganz ok, wenn auch nix wirklich gutes. Ich hĂ€tte das break frĂŒher nehmen sollen, hab´s aber verpennt und musste in einer Figur etwas hudeln um nicht ins "low" zu fahren. Aber hinterher ist man immer schlauer und "in Ruhe denken" klappt bei mir auch besser wenn ich nicht mit 350km/h aufm RĂŒcken in 300m aufs Boxende zurausche...

Nach meiner Landung haben wir unsere Flieger schnell verrĂ€umt und sind ins Hotel gefahren zum umziehn fĂŒr die Party. Dort hab ich dann zum ersten mal die (zu dem Zeitpunkt noch unvollstĂ€ndige) Wertung gesehn, anscheinend fanden die Punktrichter meinen Flug sehr viel besser als ich selbst. Am Ende konnte ich mich in dem Durchgang nochmal unter die Top-10 fliegen und im Gesamtergebnis um ganze 11 PlĂ€tzer verbessern. Auch Kathi hat sich noch um 5 PlĂ€tze nach vorne geflogen. Nur fĂŒr Girgl hat´s nicht mehr gereicht, er durfte den Durchgang nicht mehr mitfliegen.

Um 19 Uhr sind wir mit dem Bus in das gleiche Restaurant gefahren in dem schon die Eröffnungsfeier stattfand. Davor haben wir an der Hotelbar schon ein paar mal auf die EM und das Endergebnis angestossen. Bei der Abschlussparty gab es wieder ein leckeres Buffet und ausreichend GetrĂ€nke. Schon vor Mitternacht sind wir per Bus wieder zurĂŒck ins Hotel und haben der Empfangsdame noch ein paar Dosenbier abgeschwatzt (die Hotelbar schliesst schon um 23 Uhr), bevor wir schliesslich ins Bett gegegangen sind. Fotos hab ich leider keine, aber ihr könnt Euch sicher vorstellen wie so eine Party ablĂ€uft 😉

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